Monatsarchiv: Juli 2016

Veränderungen

“ ….. gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
  den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
  und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. „

 

Kennt Ihr das, wenn man sich selber immer “ weg “ schiebt, weil andere Dinge und / oder Menschen vermeintlich wichtiger sind?

Wenn man den Absprung von verschiedenen Dingen / Gewohnheiten / Gruppen / Menschen nicht schafft, weil immer wieder etwas anderes ist, was einem sagt, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist, obwohl man weiß, dass es einem nicht gut tut?

Wenn man abends das Gefühl hat, dass der Tag viel zu kurz war und wieder soooooo viel liegen geblieben ist, aber man sich eigentlich “ eingestehen “ muss, dass man selber viel gute Zeit “ einfach “ so verdacht hat und trotzdem gedanklich keinen Schritt weiter gekommen ist?

……….

lange Rede, kurzer Sinn, es stehen Veränderungen an und die betreffen in erster Linie mal mich, na klar brauche ich die Unterstützung meiner Lieben, aber machen muss ich und die ersten beiden Schritte bin ich gegangen 🙂

Ab dem 01.08. werde ich an meiner beruflichen Veränderung arbeiten, ich beginne 2 Fernlehrgänge neben meinem jetzigen Job, damit ich mich im nächsten Jahr dann hoffentlich beruflich verändern kann. Es ist nicht so, dass mir mein Job keinen Spaß macht, gerade, was die Arbeitszeiten anbelangt, werde ich in keinem anderen solche “ Freiheiten “ haben, aber mir fehlt einfach eine Perspektive und im jetzigen Projekt fühle ich mich unterfordert und mein eigenes Genervtsein ist stetig gewachsen…… da meine beruflichen Erfahrungen anerkannt werden, brauche ich nicht alle Module bearbeiten, was widerum bedeutet, dass ich keine 12 Monate brauchen werde und Geld spare….. also mache ich den 2. Lehrgang paralell – das vergrößert meine Chancen, weil ich flexibler bin 🙂 ….. ich bleibe in der Gesundheitsbranche und werde von Junior profitieren 😉 …. ich bin gespannt, hochmotiviert und seit ich den Vertrag weg geschickt habe, gehts mir schon besser!

Bei einer OP Vorbereitung vor 14 Tagen hat sich herausgestellt, dass mein Blut nicht mehr passt, ein Wert ist zu hoch, ein anderer zu niedrig….. beides ist auf Dauer nicht gut und ich hoffe sehr, dass ich beide Werte durch eine Lifestyle Änderung wieder in den grünen Bereich bekomme, das heisst, ich muss jetzt auf mich achten und mir Ruheinseln gönnen…. das nehme ich mir nun schon fast 3 Jahre vor 😛 ….. Ich bin ganz sicher, dass sich eine gewisse Demotivation von allein verabschiedet, wenn ich hier Erfolg haben werde!

Die Mami hat die letzten Tage Elternzeit, wir mussten die ja leider verlängern, da der Arbeitgeber der weiteren Teilzeit im letzten Jahr nicht zugestimmt hat, er bot ihr wieder den Vollzeitjob an, oder aber weniger Stunden…. beides war und ist keine Alternative……  wir sind nun sehr erleichtert, dass sie ab nächsten Monat regulär einfach so weiter arbeiten kann 🙂 ….. auf das Schriftliche warten wir noch, sind aber positiv gestimmt 🙂

Und unser Junior wird bald 3 Jahre alt und wechselt in den Kindergarten ….. es steht noch Zahnarzt und Endokrinologe an – alles auch im August…..

Ich vermute mal, der August wird nicht langweilig – auch ohne Musikgarten, Kinderturnen und Therapien – , ich freue mich auf die Veränderungen und hoffe, dass wir alle langfristig gesehen, davon profitieren können 🙂

beide Bilder entstanden in Frankfurt fotografiert von  Jenny Klestil ❤

 

 

 

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Augenarzt Termin

war heute wieder….. es ist fast alles in Ordnung, die Brille stimmt noch, die Ärztin lobte den guten Sitz, seit ca. 14 Tagen haben wir einen neuen Nasensteg mit kürzeren Pads und die sitzen wesentlich besser…..also nicht nur beim Optiker, sondern auch im Alltag!

Brille-5

hatte ich schon erwähnt, dass die Helferin, die immer die Beweglichkeit etc. der Augen prüft, fit ist in Gebärdensprache? Heute hat sich Junior mit ihr unterhalten, ich saß daneben und staunte nicht schlecht, sie hat aber auch echt eine tolle Art mit Junior umzugehen ❤ – er, der sich aussucht, mit wem er kommuniziert, hatte sichtlich Spaß und war stolz, dass er “ von einer fremden Frau “ verstanden wurde!

Eine von Junior seinen Baustellen ist ja das permanet tränende rechte Auge, meist klar, aber es bildet sich halt auch mal hellgelbes Geschmiere, die Tagesmutter haben wir mittlerweile überzeugen können, dass es keine Dauer Bindehautentzündung ist und Junior deshalb nicht zu Hause bleiben muss….. heute nun war es “ endlich “ auch mal bei der Doc extrem sichtbar, es ist in der Tat der Tränenkanal, der bei ihm wohl noch immer zu eng ist…. „eigentlich “ sollte sich das so um den 2. Burzeltag reguliert haben, bei Junior also nicht…. wir beobachten das weiter, vielleicht braucht er einfach noch ein bissel länger, wenn es weiter so Probleme macht, ist eine Option eine OP, aber im Moment wollen wir ihn dafür nicht extra in Narkose legen….. für den Kindergarten, hat sie uns eine Bescheinigung angeboten, ich glaube, dass ich die gern hole, um endlos Diskussionen aus dem Weg zu gehen 😉 …. wir werden weiter den Tränenkanal massieren und das Auge auswaschen oder abtupfen, damit Junior nicht zu arg reibt!

 

Letztens ist Junior bei der TaMu aus dem Reisebettchen ausgestiegen 😛 – er hat sich aus dem Bett heraus die Wesco Bausteine platziert und hat dann mal laut geklatscht und super gerufen, als die TaMu ihn vor dem Bett “ gefunden “ hat ( sie hat ihn kontrolliert machen lassen ) – hier zu Hause hat er das noch nicht probiert, aber er liebt seine Kopfkissen und zwar mit System 😉 am Kopfende liegt ein “ richtiges “ und seine Trinkflasche, am Fußende seine Schnecki und die Kuscheltiere und das wird jeden Abend genau getrennt und sortiert, fester Bestandteil unseres Abendritual….. Mal gespannt, wann er hier versucht auszusteigen…. Gute Nacht 🙂

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der Weg zum Grashüpfer

ist geschafft, ab dem 22.08. ist unser Junior ein Kindergartenkind – schnief

Nach den Erfahrungen mit der Krippe und dem Glück bei der TaMu neu Suche haben wir sehr früh begonnen, uns mit dem Thema Kindergarten auseinander zu setzen….. schnell war für uns klar, dass wir Junior gern in einem Regelkindergarten mit I-Hilfe hier im Stadtteil sehen würden…. Junior besucht hier den Musikgarten, das Kinderturnen, beide Babysitter wohnen ums Eck, er ist bekannt und bislang gab es noch keine “ dummen “ Kommentare…..

Also machten wir uns Gedanken, was uns wichtig ist, worauf wir Wert legen, und was wir uns für Junior so gar nicht vorstellen können….. wichtig ist: Bereitschaft zur Inklusion, feste Gruppen mit Bezugserzieherinnen, eingezäuntes Frei Gelände, Ganztagsplatz…. wir haben hier 12 KiTa und wir fingen an, diese zu sortieren und schwupps kristallisierte sich sehr schnell heraus, dass es viel Wahlmöglichkeit gar nicht gab, unser Favorit war eine KiTa unter evangelischer Trägerschaft und so waren wir vor fast genau einem Jahr mit Junior dort zum ersten Gespräch….

Das Gespräch war gut, die Leitung selber ist seit 19 Jahren in der Einrichtung, und auch wenn nicht jedes Jahr ein Kind mit Mehrbedarf dort ist, so haben sie dennoch schon Kinder mit Mehrbedarf und Inklusionshilfe betreut und auf dem Weg in die Schule begleitet. Es ist eine eher kleine Einrichtung, mit 2 festen Gruppen a 21 Kindern….. die Gruppen sind altersgemischt und pro Gruppe gibt 2 Erzieherinnen plus Praktikanten etc…. Turnen und Singen sind wöchentlich fest terminiert….. das Mittag wird geliefert, Vesper geben wir mit….. die Kinder, die wollen dürfen schlafen, aber sie müssen nicht schlafen…….

In diesem Gespräch sagte uns die Leiterin, dass sie unseren Junior gern aufnehmen möchte und die Möglichkeit besteht, dass er bereits mit 2,9 Jahren den KiGa besuchen darf. Nach noch ein paar Telefonaten und Emails sind wir dann so verblieben, dass er zum Mai diesen Jahres in den KiGa wechseln wird, wir uns um eine Ihilfe kümmern, sie uns unterstützt, wenn wir Hilfe dabei brauchen…. Wir planten also alles auf Mai hin, die Mami muss im Oktober ihren Jahresurlaub festlegen für das Folgejahr, wir planten also die Eingewöhnung und den Sommerschießzeit nach dem KiGa…… Dummerweise bekamen wir im Februar die Info, dass Junior erst im September aufgenommen werden kann, weil andere Kinder, die älter sind als er, Vorrang haben….. so da standen wir also im Februar da und wussten nicht, wie uns geschieht….. wir hatten uns auf die mündliche Zusage verlassen und unsere Jahresplanung wurde ad hoc einfach so von aussen gekippt….

Bei der Stadt haben wir auch schon vor einem Jahr angefragt, wie denn das weitere Procedere im Rahmen der Eingliederungshilfe ist…. wir müssen einen formlosen Antrag stellen, Junior muss zur Amtsärztin, die den Bedarf feststellt, oder nicht, dann gibt es einen runden Tisch und der individuelle Bedarf wird festgelegt…. zeitlicher Rahmen etwa 4 Wochen vor KiGa Start…. ( da staunten wir nicht schlecht, wir kennen ein Mädchen, ein knappes Jahr älter als Junior, ebenfalls DS -> da lief das alles telefonisch, ebenso die Aufstockung jetzt für den KiGa, die Familie hat das Gesundheitsamt noch nie von innen gesehen, und ja es ist die gleiche Sachbearbeiterin zuständig :-O ) im Februar haben wir den Antrag gestellt und uns wurde mitgeteilt, dass ja noch Zeit ist….. erst als wir Junior seine Frühförderlehrerin mit ins Boot geholt haben, lief es plötzlich ( und das ist einfach zum Ko..en, mal ganz abgesehen davon, dass das auch für uns komplettes Neuland ist, steht halt keiner vor der Tür und erklärt uns den Ablauf und selbst wenn wir Bekannte fragen, die das bereits hinter sich haben, heisst das nicht, dass es bei uns auch so läuft, wie wir jetzt wissen und dieses Nichtvorhandensein von “ allgemeingültigen Checklisten “ raubt einfach Nerven und Zeit )

Junior wurde dann also zum Gesundheitsamt eingeladen ( die Parkgebühren in der Innenstadt haben sie trotz Einladung nicht übernommen 😉 ), der Termin war an einem Mittwoch um 14:30 Uhr – ich hatte das Glück, keinen beruflichen Termin zu haben und konnte also den Termin wahrnehmen. Die Ärztin sagte direkt nach dem Guten Tag, Ihr Sohn soll in eine Regeleinrichtung? Sie kennen die Alternativen? Ich fragte, welche Alternativen sie meinte…. Antwort: den Regenbogenkindergarten! ( dieser ist eine integrative Einrichtung am anderen Ende der Stadt, Junior müsste fast 40 Minuten morgens und abends im Stadtverkehr – ohne Stau – unterwegs sein und wir hätten keine Wahlmöglichkeiten der Therapeuten mehr, da diese im KiGa stattfinden würden )   ich sagte daraufhin, dass dieser für uns keine Alternative darstellt! Darauf meinte sie: der Bedarf einer Ihilfe ergibt sich logischer  Weise aus der Diagnose DS, sie ging mit mir den im Vorfeld von mir ausgefüllten Fragebogen durch und der Termin wäre beendet  😛  – ein paar Fragen hatte ich dann aber noch, die wurden auch gut beantwortet, so dass der Termin nicht ganz “ für umme “ war. Zum Schluss lobte sie Junior, er wäre sehr gut entwickelt für seine Verhältnisse, würde toll sprechen, einzig das Wachstum sollte ich im Auge behalten, er wäre aus den Perzentilen raus und sie empfiehlt mir einen Besuch in der Kinderendokrinologie – da sind wir ja und diesen Monat steht die Blutabnahme an….   sie sagte mir noch, dass Sie im Bericht vermerken würde, dass sie eine Ihilfe für die KiGa Kernzeit empfiehlt…..

Nun fehlte also noch der runde Tisch im Kindergarten ( Leitung, Eingliederungshilfe der Stadt, Frühförderung, wir Eltern ) – dieser fand nun gestern statt….. und lange Rede kurzer Sinn, Junior bekommt für 6 Std. täglich eine Ihilfe im KiGa…. morgens von 9 – 12:30 und mittags nochmal von 13:30 – 16 Uhr, die Zeit von 07:30 – 9 Uhr wollen sie selber abdecken – wenn sich keine findet, der die Stunde Pause nix ausmacht, bekommt er zwei Personen….. der runde Tisch war im Übrigen das Entspannteste an der ganzen Geschichte und wir sind mehr als zufrieden, nie nicht hätte ich gedacht, dass er “ auf Anhieb “ diese Stundenzahl bekommt, zumal er dabei war und nach seiner anfänglichen Scheu doch wieder alle Herzen im Sturm erobert hat 🙂  Ostern setzen wir uns wieder zusammen, um den Bedarf zu überprüfen, wenn der KiGa vorher merkt, dass Junior “ pflegeleichter “ ist, geben sie von sich aus Bescheid, muss ja niemand die Stunden absitzen, nur, weil sie genehmigt sind 😉

Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie erleichtert wir sind, dass das Thema nun endlich vom Tisch ist, am 22.08. gehts los und Junior wird ein Grashüpfer sein ❤ ….. mal sehen, ob wie einen passenden Rucksack finden….. die Brotbox ist seit gestern da 😉 also zwei, eine für morgens und eine für nachmittags 🙂

Brotbox

Und jetzt noch ein paar Bilder von heute auf der Hüpfburg, beim Jubiläum der Ergo / Logo Praxis 🙂

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