der Weg zum Grashüpfer

ist geschafft, ab dem 22.08. ist unser Junior ein Kindergartenkind – schnief

Nach den Erfahrungen mit der Krippe und dem Glück bei der TaMu neu Suche haben wir sehr früh begonnen, uns mit dem Thema Kindergarten auseinander zu setzen….. schnell war für uns klar, dass wir Junior gern in einem Regelkindergarten mit I-Hilfe hier im Stadtteil sehen würden…. Junior besucht hier den Musikgarten, das Kinderturnen, beide Babysitter wohnen ums Eck, er ist bekannt und bislang gab es noch keine “ dummen “ Kommentare…..

Also machten wir uns Gedanken, was uns wichtig ist, worauf wir Wert legen, und was wir uns für Junior so gar nicht vorstellen können….. wichtig ist: Bereitschaft zur Inklusion, feste Gruppen mit Bezugserzieherinnen, eingezäuntes Frei Gelände, Ganztagsplatz…. wir haben hier 12 KiTa und wir fingen an, diese zu sortieren und schwupps kristallisierte sich sehr schnell heraus, dass es viel Wahlmöglichkeit gar nicht gab, unser Favorit war eine KiTa unter evangelischer Trägerschaft und so waren wir vor fast genau einem Jahr mit Junior dort zum ersten Gespräch….

Das Gespräch war gut, die Leitung selber ist seit 19 Jahren in der Einrichtung, und auch wenn nicht jedes Jahr ein Kind mit Mehrbedarf dort ist, so haben sie dennoch schon Kinder mit Mehrbedarf und Inklusionshilfe betreut und auf dem Weg in die Schule begleitet. Es ist eine eher kleine Einrichtung, mit 2 festen Gruppen a 21 Kindern….. die Gruppen sind altersgemischt und pro Gruppe gibt 2 Erzieherinnen plus Praktikanten etc…. Turnen und Singen sind wöchentlich fest terminiert….. das Mittag wird geliefert, Vesper geben wir mit….. die Kinder, die wollen dürfen schlafen, aber sie müssen nicht schlafen…….

In diesem Gespräch sagte uns die Leiterin, dass sie unseren Junior gern aufnehmen möchte und die Möglichkeit besteht, dass er bereits mit 2,9 Jahren den KiGa besuchen darf. Nach noch ein paar Telefonaten und Emails sind wir dann so verblieben, dass er zum Mai diesen Jahres in den KiGa wechseln wird, wir uns um eine Ihilfe kümmern, sie uns unterstützt, wenn wir Hilfe dabei brauchen…. Wir planten also alles auf Mai hin, die Mami muss im Oktober ihren Jahresurlaub festlegen für das Folgejahr, wir planten also die Eingewöhnung und den Sommerschießzeit nach dem KiGa…… Dummerweise bekamen wir im Februar die Info, dass Junior erst im September aufgenommen werden kann, weil andere Kinder, die älter sind als er, Vorrang haben….. so da standen wir also im Februar da und wussten nicht, wie uns geschieht….. wir hatten uns auf die mündliche Zusage verlassen und unsere Jahresplanung wurde ad hoc einfach so von aussen gekippt….

Bei der Stadt haben wir auch schon vor einem Jahr angefragt, wie denn das weitere Procedere im Rahmen der Eingliederungshilfe ist…. wir müssen einen formlosen Antrag stellen, Junior muss zur Amtsärztin, die den Bedarf feststellt, oder nicht, dann gibt es einen runden Tisch und der individuelle Bedarf wird festgelegt…. zeitlicher Rahmen etwa 4 Wochen vor KiGa Start…. ( da staunten wir nicht schlecht, wir kennen ein Mädchen, ein knappes Jahr älter als Junior, ebenfalls DS -> da lief das alles telefonisch, ebenso die Aufstockung jetzt für den KiGa, die Familie hat das Gesundheitsamt noch nie von innen gesehen, und ja es ist die gleiche Sachbearbeiterin zuständig :-O ) im Februar haben wir den Antrag gestellt und uns wurde mitgeteilt, dass ja noch Zeit ist….. erst als wir Junior seine Frühförderlehrerin mit ins Boot geholt haben, lief es plötzlich ( und das ist einfach zum Ko..en, mal ganz abgesehen davon, dass das auch für uns komplettes Neuland ist, steht halt keiner vor der Tür und erklärt uns den Ablauf und selbst wenn wir Bekannte fragen, die das bereits hinter sich haben, heisst das nicht, dass es bei uns auch so läuft, wie wir jetzt wissen und dieses Nichtvorhandensein von “ allgemeingültigen Checklisten “ raubt einfach Nerven und Zeit )

Junior wurde dann also zum Gesundheitsamt eingeladen ( die Parkgebühren in der Innenstadt haben sie trotz Einladung nicht übernommen 😉 ), der Termin war an einem Mittwoch um 14:30 Uhr – ich hatte das Glück, keinen beruflichen Termin zu haben und konnte also den Termin wahrnehmen. Die Ärztin sagte direkt nach dem Guten Tag, Ihr Sohn soll in eine Regeleinrichtung? Sie kennen die Alternativen? Ich fragte, welche Alternativen sie meinte…. Antwort: den Regenbogenkindergarten! ( dieser ist eine integrative Einrichtung am anderen Ende der Stadt, Junior müsste fast 40 Minuten morgens und abends im Stadtverkehr – ohne Stau – unterwegs sein und wir hätten keine Wahlmöglichkeiten der Therapeuten mehr, da diese im KiGa stattfinden würden )   ich sagte daraufhin, dass dieser für uns keine Alternative darstellt! Darauf meinte sie: der Bedarf einer Ihilfe ergibt sich logischer  Weise aus der Diagnose DS, sie ging mit mir den im Vorfeld von mir ausgefüllten Fragebogen durch und der Termin wäre beendet  😛  – ein paar Fragen hatte ich dann aber noch, die wurden auch gut beantwortet, so dass der Termin nicht ganz “ für umme “ war. Zum Schluss lobte sie Junior, er wäre sehr gut entwickelt für seine Verhältnisse, würde toll sprechen, einzig das Wachstum sollte ich im Auge behalten, er wäre aus den Perzentilen raus und sie empfiehlt mir einen Besuch in der Kinderendokrinologie – da sind wir ja und diesen Monat steht die Blutabnahme an….   sie sagte mir noch, dass Sie im Bericht vermerken würde, dass sie eine Ihilfe für die KiGa Kernzeit empfiehlt…..

Nun fehlte also noch der runde Tisch im Kindergarten ( Leitung, Eingliederungshilfe der Stadt, Frühförderung, wir Eltern ) – dieser fand nun gestern statt….. und lange Rede kurzer Sinn, Junior bekommt für 6 Std. täglich eine Ihilfe im KiGa…. morgens von 9 – 12:30 und mittags nochmal von 13:30 – 16 Uhr, die Zeit von 07:30 – 9 Uhr wollen sie selber abdecken – wenn sich keine findet, der die Stunde Pause nix ausmacht, bekommt er zwei Personen….. der runde Tisch war im Übrigen das Entspannteste an der ganzen Geschichte und wir sind mehr als zufrieden, nie nicht hätte ich gedacht, dass er “ auf Anhieb “ diese Stundenzahl bekommt, zumal er dabei war und nach seiner anfänglichen Scheu doch wieder alle Herzen im Sturm erobert hat 🙂  Ostern setzen wir uns wieder zusammen, um den Bedarf zu überprüfen, wenn der KiGa vorher merkt, dass Junior “ pflegeleichter “ ist, geben sie von sich aus Bescheid, muss ja niemand die Stunden absitzen, nur, weil sie genehmigt sind 😉

Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie erleichtert wir sind, dass das Thema nun endlich vom Tisch ist, am 22.08. gehts los und Junior wird ein Grashüpfer sein ❤ ….. mal sehen, ob wie einen passenden Rucksack finden….. die Brotbox ist seit gestern da 😉 also zwei, eine für morgens und eine für nachmittags 🙂

Brotbox

Und jetzt noch ein paar Bilder von heute auf der Hüpfburg, beim Jubiläum der Ergo / Logo Praxis 🙂

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Eingeordnet unter Entwicklung, KiTa

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