Archiv der Kategorie: Ämter

Stiefkindadoption

Es gibt zur zeit noch zwei weitere große Themen, die uns hier gedanklich sehr beschäftigen und die – leider – sehr viel Platz in unseren Köpfen einnehmen.

Eins davon ist die Stiefkindadoption, da unsere eingetragene Lebenspartnerschaft nicht der Ehe gleich gestellt ist, ist Junior den anderen Kindern, die in eine “ klassiche “ Familie geboren werden, rechtlich nicht gleichgestellt. Ich, als leibliche Mama bin rechtlich gesehen allein erziehend, die Mami hat lediglich das kleine Sorgerecht. Dies lässt sich dadurch ändern, indem die Mami den Junior adoptiert. ( dass wir beide steuertechnisch als alleinstehend gelten und beide Steuerklasse 1 zahlen, lässt sich auch durch die Stiefkindado nicht ändern 😦 )

Seit 2005 gibt es also nun die Möglichkeit, dass auch in eingetragenen Lebenspartnerschaften der nicht leibliche Elternteil den Nachwuchs adoptieren darf. Wir müssen dabei den selben Weg wie “ hetero “ Paare gehen, auch wenn unser Junior gemeinsam gewünscht, geplant ist und der Weg gemeinsam gegangen wurde. Die Handhabe ist leider sehr unterschiedlich in Deutschland und regional sehr verschieden. Wir haben das Pech, dass “ unser “ Jugendamt ( JA )da keinerlei Unterschiede macht.

Im Februar waren wir beim Notar und haben die Stiefkindadoption veranlasst, Anfang Mai erfuhren wir vom Familiengericht, dass das JA bereits Anfang März angeschrieben wurde ( ohne einen Bericht des JA geht gar nix ) also haben wir uns da mal per Email gemeldet und erfuhren, dass wir Anfang März angeschrieben wurden und nun noch einmal per Einschreiben….. Gleichzeitig ging vom JA die Info an das Familiengericht, dass wir uns nicht melden würde, woraufhin die Mami hier Post bekam, ob sie denn noch Interesse an der Ado hätte mit dem Hinweis, wie wichtig doch die Einschätzung des JA ist! Es kann ja schon mal sein, dass Post verschwindet, aber ausgerechnet die vom JA? Komisch, sehr komisch……. Als dann das besagte Einschreiben ( Einwurf ) – nach 13 Tagen Postweg – uns gefunden hat, war dann auch klar, woran es lag: das JA hat es nicht geschafft, die richtige Hausnummer zu übernehmen :-O in unserer Straße sind insgesamt 3 PostzustellerInnen unterwegs, da wurde bei einem “ normalen “ Brief halt nix unternommen…. 😦 ….. wie schön, dass wir uns dann dafür rechtfertigen durften!

Einen vorbereitenden Fragebogen erhielten wir zwischenzeitlich per Email, diesen sollten wir doch bitte vor dem ersten Termin vollständig ausgefüllt dem JA zukommen lassen. Doof nur, dass dieser nicht für unsere Familienform konzipiert und ab Seite 2 dann auch vom Ehemann die Rede ist! Insgesamt hat der 7 Seiten und gewünscht wurde zusätzlich ein ausführlicher Lebensbericht!

Der 1. Termin dauerte dann gute anderthalb Stunden und bestand einfach nur aus Gespräch…… Es wurde sich zwar bei uns entschuldigt, wegen der Hausnummer, aber als wir uns das weitere Vorgehen erklären ließen, fielen wir doch vom guten Glauben ab. Es wird insgesamt 3 Termine geben, ich – als leibliche Mama – muss nun auch noch einen Lebensbericht schreiben ( 2 A4 Seiten reichen 😛 ) die Lebensberichte werden dann beim zweiten Termin ausgewertet und es wird ein Genogramm erstellt! Wer nicht weiß, was das ist, http://de.wikipedia.org/wiki/Genogramm……… Der 3. Termin ist dann ein Hausbesuch hier bei uns, um sichtbar zu machen, in welcher Umgebung Junior aufwachsen muss.

Ganz prinzipiell denken wir, dass es einfach ein Ding der Unmöglichkeit ist, dass es noch immer keine Unterschiede im Vergleich zur “ klassischen “ Stiefkindado gibt und es ist einfach unglaublich, dass jedes JA eigene Richtlinien für sich erstellen kann…… Wir kennen 2 andere Augustkinder, die sogar jünger sind als Junior und bei beiden ist die Ado durch, mit jeweils nur einem Hausbesuch – ohne Fragebogen, ohne Genogramm……

Natürlich werde ich einen Lebensbericht schreiben und wir werden auch die Eckdaten für das Genogramm liefern, aber wir werden auch ganz deutlich unsere Grenzen kenntlich machen und es wird bestimmt nicht langweilig werden….. nachdem die gute Dame vom JA uns erklären wollte, dass sie uns schon entgegen käme, indem sie für uns das Wartejahr einer Stiefkindado nicht abwarten würde……. teilte ich ihr ganz kurz mit, dass es dieses Jahr für uns nicht gäbe und wir auch wüssten, dass eine Stiefkindado bei gleichgeschlechtlichen Paaren schneller und mit weniger Aufwand machbar ist, fragte sie nur ganz erschrocken, ob wir denn Kontakt zu anderen gleichgeschlechtlichen Paaren mit Kindern hätten 😛

Wenn es nicht um Junior gehen würde, würde es mir direkt Spaß machen, dass alles mit etwas mehr Ironie und Gelassenheit zu betrachten, da wir aber diesen Bericht vom JA brauchen, und das Ganze auch schnell beendet wissen wollen, muss ich mir leider auf die Zunge beissen und gute Miene zum bösen Spiel machen! So ist es einfach nur sehr nervig und kostet mal wieder Zeit, die wir anders sinnvoller verwendet könnten!

 

 

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zum Schmunzeln

zwei Bilder möchte ich Euch nicht vorenthalten:

das Pommes Bild…… wir waren in dem gelben Möbelhaus mit den blauen Hochstühlen – bislang blieb Junior da im MC sitzen und bekam sein Gläschen dort für umme…. wir wollten die Sitzverkleinerung kaufen, da genau so ein Stuhl in rot – dank einer lieben Weitergabe – herzlichen Dank auch hier – für den Hof hier steht….. also dachten wir, wir lassen ihn mal Probe Sitzen und er hat das soooo toll gemacht, dass wir eigentlich mit dem Foto das coole Sitzen festhalten und zeigen wollten, aber egal, wer das Bild zu sehen bekommen hat, alle sind auf das Steak angesprungen ……… wenn Ihr Euch satt gesehen habt, schaut Euch mal den tollen Pinzettengriff an und den dann noch mit links, seiner vermeintlich schwachen Seite – blink, blink vor lauter Stolz 🙂

 

das zweite Bild entstand heute morgen, wir waren erst beim Familiengericht und haben die fehlenden Unterlagen für die Stiefkindadoption abgegeben…. die Mühlen mahlen langsam, unser Antrag vom Notar ist am 26.2. diesen Jahres eingegangen ( andere Regenbogenmamas sind in der Zeit durch das ganze Verfahren schon durch ) bei uns hängt es am Jugendamt, die haben sich noch gar nicht bei uns gemeldet ……… und wollten hinterher noch frühstücken gehen, was nach 10:30 Uhr nicht mehr ganz so leicht ist….. Aber wir sind fündig geworden und da Junior ja am Liebsten sitzt, kam auch heute wieder ein Hochstuhl zum Einsatz, nur hatten wir uns – wegen meinem Rücken – für einen Stehtisch mit Stehstuhl entschieden und Junior hat demzufolge unter dem Tisch durch geschaut 🙂 ihm hat es sehr gefallen, Hauptsache, dass Schnüschen wurde schnell und prompt von uns gefüllt……. es war echt entspannt und wir haben wieder was dazu gelernt 🙂

 

1. Sitzen im Hochstuhl

 Frühstück im Hochstuhl

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GdB

letzte Woche bekam ich Post vom Versorgungsamt:

“ Der Bescheid vom 27.09.2013 wird……. aufgehoben.

Der Grad der Behinderung beträgt 80 seit 19.12.2013

Zur Inanspruchnahme entsprechender Nachteilsausgleiche werden folgende gesundheitliche Merkmale ( Merkzeichen ) festgestellt, seit 19.12.2013:

G,B

folgendes Merkzeichen bleibt festgestellt: H

Gründe:

…………. eine wesentliche Änderung der Verhältnisse ist sofern eingetreten, als sich Ihr Gesundheitszustand wesentlich verschlechtert hat……. “

Bis auf die Gründe haben wir uns sehr gefreut, natürlich stellt sich die Frage, warum der Bescheid in dieser Form nicht gleich kam, zumal sich der Gesundheitszustand von Junior NICHT verschlechtert hat. Ich habe mich bei meinem Änderungsantrag alleinig auf die eingereichten Befunde des Erstantrages berufen! Aber sie müssen es ja irgendwie begründen und das sollte uns egal sein, Hauptsache, Junior ist nun in diesem Punkt nicht mehr schlechter gestellt und natürlich erleichtern uns die Merkzeichen unseren Alltag!

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ganz vergessen

habe ich bislang mal überhaupt, dass Junior wunderschön lautiert – schmelz –   er ist einfach immer und nur am Brabbeln, aber am Schönsten ist es, wenn er mich morgens mit seiner Geschichte weckt und dann übers ganze Gesicht strahlt, wenn ich mich in seine Richtung bewege …..

Ansonsten hatte ich ein sehr gutes Gespräch mit dem VdK, der sich längst nicht mehr nur für “ die Alten “ – sorry, ist in keinster Weise respektlos – verantwortlich fühlt, sondern wirklich sehr offen ist, zumindest hier……

Ich habe eben meinen Widerspruch zurück genommen und gleichzeitig einen Änderungsantrag gestellt ( geht morgen raus per Einschreiben ), bez. auf den GdB und die Merkmale – jetzt heisst es mal wieder “ bitte warten “ ! Ich bin echt gespannt!

So jetzt werde ich dann auch mal ins Bettchen gehen ( 1:34 Uhr ) – wünsche allen LeserInnen einen stressfreien Wochenbeginn!

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alles doof :-(

Der Vorabend zum zweiten Advent….. seit die Post durch ist…. bin ich echt gefrustet, enttäuscht und auch persönlich verletzt…….

Heute kam Post:

die HUK schrieb:

“ Bevor ein Vertrag zu Stande Kommt, prüfen alle private Krankenversicherer unter anderem das voraussichtliche Kostenrisiko jeder zu versichernden Person. Stellen wir dabei fest, dass ein erhöhtes Risiko vorliegt, entscheiden wir, ob der Versicherungsvertrag mit Sondervereinbarungen – beispielsweise Leistungsausschlüssen oder Beitragszuschlägen – zu Stande kommen kann…… nach erfolgter Antragsprüfung bieten wir den gewünschten Versicherungsschutz für …….. nicht an. Frau….., wir können gut verstehen, , wenn Sie von dieser Nachricht enttäuscht sind, bitte haben Sie Verständnis für unsere Entscheidung…..“

Nein und genau das habe ich nicht…..denn mein Sohn ist organisch gesund…  ich hätte damit leben können, wenn z.Bsp. die Augen und die Ohren ( Schwerhörigkeit ) ausgeschlossen worden wären ( beides eine typische Begleiterscheinung von der T21 ) aber doch bitte nicht so pauschal…. und NEIN, wir wollten nix utopisches versichern, eigentlich nur ein Krankenhaus Einbettzimmer für den Fall der Fälle und ne Zahnzusatzversicherung….. tja ich muss leider erkennen, dass mein Sohn schon gestraft wird, bevor er es selber wahrnehmen kann….. und ja ich habe Angst, was wird, wenn er versteht?

Dann haben wir noch Post vom Regierungspräsidium bekommen, bezogen auf den Widerspruch und das teilte uns ganz lapidar mit ( was sollte da auch anders kommen ), dass die Widerspruchsfrist abgelaufen ist….. mh keine Ahnung, wie das jetzt weiter geht…. versuche jetzt einen Beratungstermin zu bekommen….. mit meinem jetzigen Wissen, würde ich den GdB Antrag nie wieder so schnell stellen, wir haben nur Nachteile…….. ich werde in Zukunft bei allem einfach mal prophylaktisch Einspruch einlegen….. die Begründung kann ich ja – wenn nötig – nachreichen…. mit dem GdB sind wir jetzt echt benachteiligt ( mit der Nichtzusatzversicherung natürlich auch ) und überhaupt ist Junior ja sowieso in seiner Familie benachteiligt, da wir z. Bsp. noch immer beide Steuerklasse 1 sind…..  ich kann das einfach nicht glauben, dass das so gehandhabt wird…. für die Stiefkindadoption müssen wir jetzt ein Führungszeugnis meiner Frau beantragen, sowie Gesundheitszeugnisse von Junior und Frau – zur Zeit bin ich ja noch alleinerziehend 😛  Sollte da noch irgendwas doofes kommen, bin ich – glaub ich – nicht mehr nur gefrustet, sondern hau mich in irgendeine Ecke hier….. Alles doof…..

so wenn jetzt irgendwer da draussen eine Versicherung kennt, die Junior versichert, immer her damit … ich sags auch nicht weiter 😉

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Dezember 7, 2013 · 10:58 pm

also wirklich nicht nur persönliches Empfinden – Danke an die Tip Geberin!

MDR “ Exakt “ 04.12.2013

Exakt vom 04.12.2013 : Sparen Kommunen bei Kindern mit Down-Syndrom?

Flo ist knapp zwei Jahre alt und lebt in Leipzig. Er hat das Down-Syndrom, d. h. einen Gendefekt. Flo muss mit dieser Behinderung leben. Also wäre ein Schwerbehindertenausweis für ihn kein Problem, dachte seine Mutter. Doch sie hatte sich getäuscht.

Flo hat das Down-Syndrom. Seine Mutter kämpft um die Anerkennung der Behinderung.

Flo bekam zwar den Ausweis, aber nur mit einem Grad der Behinderung von 50 und dem Merkzeichen H für hilflos. Es fehlt das B für die kostenlose Begleitperson in Bus und Bahn – enorm wichtig für seine Mutter Kirstin Thiel. Denn sie ist fast täglich mit ihrem Sohn unterwegs, zu Therapien und Ärzten. Mit einem Grad der Behinderung von 100 hätte sie zudem Anspruch auf höheres Wohngeld und eine Landesförderung von 77 Euro monatlich – was die Bürokauffrau auch gut gebrauchen könnte.
Anders ist die Situation bei Mia, 15 Monate alt. Auch sie hat das Down-Syndrom. Zu ihrem Glück lebt sie in Bonn. Auch sie bekam einen Behindertenausweis. In ihrem Fall wurden 100 Prozent Behinderung anerkannt. Außerdem gab es die Klassen G, B und H. Zwei Kinder mit derselben Diagnose: Down Syndrom ohne weitere Beeinträchtigungen. Doch zwei völlig unterschiedliche Schwerbehindertenausweise und dabei ist die Grundlage für die Schwerbehindertenausweise deutschlandweit die Versorgungsmedizin-Verordnung vom Bundesministerium für Arbeit. Offensichtlich legen die ausführenden Kommunen legen die Verordnung aber völlig unterschiedlich aus.

Hans-Jörg Kolbeck vom Arbeitskreis Down Syndrom meint, die Ursache dafür zu kennen: reiche Städte seien bei der Einstufung von Behinderten großzügiger als arme.

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Grad der Behinderung “ GdB “ und Merkzeichen

…….. irgendwie ist das ziemlich traurig – da kommt ein Baby auf die Welt und eigentlich sollten sich die Eltern erst mal nur auf das “ Neue “ – Leben, den Alltag, den Rhythmus etc. – konzentrieren und daran gewöhnen dürfen…. nicht so bei Eltern mit besonderen Kindern ( und damit meine ich alle Kinder, die mit einem Handicap geboren werden ) da stehen andere Dinge im Vordergrund, die Diagnose, die Gesundheit, die Therapie, die Frühförderung, die eigenen Gedanken, auch die zerfressende Frage nach dem “ Warum wir “ – alles und ich meine alles steht erst mal auf dem Kopf – dies bestätigten mir auch viele Eltern, die bereits vor Geburt wussten, dass sie eine besondere Herausforderung erwartet….. Dann bekommen die Eltern – meist noch in der Klinik – den Tip, zeitnah die Schwerbehinderteneigenschaft des Kindes beim jeweiligen Versorgungsamt zu beantragen – wir haben zusätzlich noch den Hinweis / die Info bekommen, dass es hier bei uns in der Stadt jeden Donnerstag eine Aussensprechstunde des eigentlichen Versorgungsamtes gibt….. und wir das doch jetzt schon machen sollten, um hinterher nicht in die Erklärungsnot zu rutschen, warum wir denn erst jetzt beantragen, wo die Diagnose doch schon so lange bekannt sei…… Gut die Kliniken geben nur das wieder, was sie bereits erlebt haben!

Also haben wir uns an einem Donnerstag auf in die Stadt gemacht und sind vorstellig geworden, alles echt völlig unproblematisch, Antrag direkt vor Ort ausgefüllt, den Entlassungsbrief der Klinik in Kopie beigelegt…… 6-8 Wochen, dann haben wir den Bescheid…… Klingt total easy, für uns mental eine echte Herausforderung, unser Sohn ist nicht behindert ( wir tun uns noch heute mit diesem Wort sehr, sehr schwer….. ) er ist einfach anders, behindert ist nicht nur in UNSEREN Köpfen negativ belegt 😦  – wir wollen diese Schublade für unseren Sohn nicht…… aber so heisst das nunmal!

Mit dem Schritt aus dem Amt, war der Gedanke im Kopf abgehakt und verschwunden….. der Bescheid kam und dann erst habe ich mal in den verschiedenen Foren umher gelesen und bin ja echt ziemlich hart gefallen…. jedes Versorgungsamt gruppiert selber ein, d.h. zwei Kinder mit der gleichen Diagnose, gleiches Alter, gleiche Nebendiagnosen werden nicht gleich eingruppiert….. Junior hat 50% H bekommen – ein Mädchen, welches wir mittlerweile kennen ( gleiches Versorgungsamt ) hat nach dem Widerspruch 100% H,G,B bekommen, in anderen Bundesländern ( BL ) gibt es das bereits beim Antrag, wiederum in anderen BL gibt es mit Herzfehler “ nur “ 40% – das macht mich echt sauer…. die Eltern müssen sich informieren, und sich rechtsberaten lassen und sind wir doch mal ehrlich, was bedeutet es in diesem Alter der Kids? das B bedeutet nix anderes, als dass ich als Begleitperson meines Kindes nicht für den öffentlichen Nahverkehr bezahlen muss….. und zumindest ICH fahre nicht mit meinem Sohn freiwillig in überfüllten Straßenbahnen mit tausenden vor sich hin rotzenden Fahrgästen Anderen, nein ich fahre mit meinem Sohn zur Therapie, um jetzt schon dafür zu sorgen, dass er sich gut entwickelt und dass er nach Möglichkeit eine normale regelzeitliche Entwicklung durchlaufen kann, um dann, seinen Alltag so gut und so allein wie möglich meistern zu können. Aber muss ich wirklich dafür kämpfen, dafür mich aufreiben, dass unsere Therapietage einfacher werden…. ja es scheint ganz so…. Wir haben jetzt Widerspruch eingelegt, dummerweise ist die 4 Wochen Frist schon rum, mal gespannt bin…. aber wir haben es vorher einfach nicht geschafft, und um auf den Eingangssatz zurück zu kommen, traurig finde ich, dass ich überhaupt dafür Zeit abzwacken muss…. dass es Eltern und / oder Angehörige von Menschen mit Handicap nicht besonders einfach haben, das war mir wohl schon bewusst, aber dass die Hürden gleich zu Beginn so hoch sind, das dann doch nicht…..

Und sollte sich jetzt irgendwer da draussen an den Kopf fassen und der Meinung sein, dass alle Babys Hilfe brauchen, dann gebe ich diesen Menschen sogar Recht….. ABER wohl kaum ein Elternteil eines “ Regelbabys “ setzt sich nach der Geburt mit Therapiemöglichkeiten auseinander und fährt auch nicht dreimal die Woche mit dem Baby zur Therapie ( und ich rede jetzt nicht von freiwilligen PEKIP , Massage, Yoga , oder sonstigen Just for Fun Kursen ) und von dem ganzen zusätzlichen Kram daheim ganz zu schweigen….. für uns ist ein Babyalltag ein Fremdwort, unser Kopf teilweise wegen Überfüllung geschlossen, und trotzdem genießen wir jede Minute mit unserem Sonnenschein, und wollen ihn nicht missen, er bringt uns zum Lachen, macht uns Freude und lässt uns so manches ganz schnell vergessen……

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