Archiv der Kategorie: Entwicklung

der Weg zum Grashüpfer

ist geschafft, ab dem 22.08. ist unser Junior ein Kindergartenkind – schnief

Nach den Erfahrungen mit der Krippe und dem Glück bei der TaMu neu Suche haben wir sehr früh begonnen, uns mit dem Thema Kindergarten auseinander zu setzen….. schnell war für uns klar, dass wir Junior gern in einem Regelkindergarten mit I-Hilfe hier im Stadtteil sehen würden…. Junior besucht hier den Musikgarten, das Kinderturnen, beide Babysitter wohnen ums Eck, er ist bekannt und bislang gab es noch keine “ dummen “ Kommentare…..

Also machten wir uns Gedanken, was uns wichtig ist, worauf wir Wert legen, und was wir uns für Junior so gar nicht vorstellen können….. wichtig ist: Bereitschaft zur Inklusion, feste Gruppen mit Bezugserzieherinnen, eingezäuntes Frei Gelände, Ganztagsplatz…. wir haben hier 12 KiTa und wir fingen an, diese zu sortieren und schwupps kristallisierte sich sehr schnell heraus, dass es viel Wahlmöglichkeit gar nicht gab, unser Favorit war eine KiTa unter evangelischer Trägerschaft und so waren wir vor fast genau einem Jahr mit Junior dort zum ersten Gespräch….

Das Gespräch war gut, die Leitung selber ist seit 19 Jahren in der Einrichtung, und auch wenn nicht jedes Jahr ein Kind mit Mehrbedarf dort ist, so haben sie dennoch schon Kinder mit Mehrbedarf und Inklusionshilfe betreut und auf dem Weg in die Schule begleitet. Es ist eine eher kleine Einrichtung, mit 2 festen Gruppen a 21 Kindern….. die Gruppen sind altersgemischt und pro Gruppe gibt 2 Erzieherinnen plus Praktikanten etc…. Turnen und Singen sind wöchentlich fest terminiert….. das Mittag wird geliefert, Vesper geben wir mit….. die Kinder, die wollen dürfen schlafen, aber sie müssen nicht schlafen…….

In diesem Gespräch sagte uns die Leiterin, dass sie unseren Junior gern aufnehmen möchte und die Möglichkeit besteht, dass er bereits mit 2,9 Jahren den KiGa besuchen darf. Nach noch ein paar Telefonaten und Emails sind wir dann so verblieben, dass er zum Mai diesen Jahres in den KiGa wechseln wird, wir uns um eine Ihilfe kümmern, sie uns unterstützt, wenn wir Hilfe dabei brauchen…. Wir planten also alles auf Mai hin, die Mami muss im Oktober ihren Jahresurlaub festlegen für das Folgejahr, wir planten also die Eingewöhnung und den Sommerschießzeit nach dem KiGa…… Dummerweise bekamen wir im Februar die Info, dass Junior erst im September aufgenommen werden kann, weil andere Kinder, die älter sind als er, Vorrang haben….. so da standen wir also im Februar da und wussten nicht, wie uns geschieht….. wir hatten uns auf die mündliche Zusage verlassen und unsere Jahresplanung wurde ad hoc einfach so von aussen gekippt….

Bei der Stadt haben wir auch schon vor einem Jahr angefragt, wie denn das weitere Procedere im Rahmen der Eingliederungshilfe ist…. wir müssen einen formlosen Antrag stellen, Junior muss zur Amtsärztin, die den Bedarf feststellt, oder nicht, dann gibt es einen runden Tisch und der individuelle Bedarf wird festgelegt…. zeitlicher Rahmen etwa 4 Wochen vor KiGa Start…. ( da staunten wir nicht schlecht, wir kennen ein Mädchen, ein knappes Jahr älter als Junior, ebenfalls DS -> da lief das alles telefonisch, ebenso die Aufstockung jetzt für den KiGa, die Familie hat das Gesundheitsamt noch nie von innen gesehen, und ja es ist die gleiche Sachbearbeiterin zuständig :-O ) im Februar haben wir den Antrag gestellt und uns wurde mitgeteilt, dass ja noch Zeit ist….. erst als wir Junior seine Frühförderlehrerin mit ins Boot geholt haben, lief es plötzlich ( und das ist einfach zum Ko..en, mal ganz abgesehen davon, dass das auch für uns komplettes Neuland ist, steht halt keiner vor der Tür und erklärt uns den Ablauf und selbst wenn wir Bekannte fragen, die das bereits hinter sich haben, heisst das nicht, dass es bei uns auch so läuft, wie wir jetzt wissen und dieses Nichtvorhandensein von “ allgemeingültigen Checklisten “ raubt einfach Nerven und Zeit )

Junior wurde dann also zum Gesundheitsamt eingeladen ( die Parkgebühren in der Innenstadt haben sie trotz Einladung nicht übernommen 😉 ), der Termin war an einem Mittwoch um 14:30 Uhr – ich hatte das Glück, keinen beruflichen Termin zu haben und konnte also den Termin wahrnehmen. Die Ärztin sagte direkt nach dem Guten Tag, Ihr Sohn soll in eine Regeleinrichtung? Sie kennen die Alternativen? Ich fragte, welche Alternativen sie meinte…. Antwort: den Regenbogenkindergarten! ( dieser ist eine integrative Einrichtung am anderen Ende der Stadt, Junior müsste fast 40 Minuten morgens und abends im Stadtverkehr – ohne Stau – unterwegs sein und wir hätten keine Wahlmöglichkeiten der Therapeuten mehr, da diese im KiGa stattfinden würden )   ich sagte daraufhin, dass dieser für uns keine Alternative darstellt! Darauf meinte sie: der Bedarf einer Ihilfe ergibt sich logischer  Weise aus der Diagnose DS, sie ging mit mir den im Vorfeld von mir ausgefüllten Fragebogen durch und der Termin wäre beendet  😛  – ein paar Fragen hatte ich dann aber noch, die wurden auch gut beantwortet, so dass der Termin nicht ganz “ für umme “ war. Zum Schluss lobte sie Junior, er wäre sehr gut entwickelt für seine Verhältnisse, würde toll sprechen, einzig das Wachstum sollte ich im Auge behalten, er wäre aus den Perzentilen raus und sie empfiehlt mir einen Besuch in der Kinderendokrinologie – da sind wir ja und diesen Monat steht die Blutabnahme an….   sie sagte mir noch, dass Sie im Bericht vermerken würde, dass sie eine Ihilfe für die KiGa Kernzeit empfiehlt…..

Nun fehlte also noch der runde Tisch im Kindergarten ( Leitung, Eingliederungshilfe der Stadt, Frühförderung, wir Eltern ) – dieser fand nun gestern statt….. und lange Rede kurzer Sinn, Junior bekommt für 6 Std. täglich eine Ihilfe im KiGa…. morgens von 9 – 12:30 und mittags nochmal von 13:30 – 16 Uhr, die Zeit von 07:30 – 9 Uhr wollen sie selber abdecken – wenn sich keine findet, der die Stunde Pause nix ausmacht, bekommt er zwei Personen….. der runde Tisch war im Übrigen das Entspannteste an der ganzen Geschichte und wir sind mehr als zufrieden, nie nicht hätte ich gedacht, dass er “ auf Anhieb “ diese Stundenzahl bekommt, zumal er dabei war und nach seiner anfänglichen Scheu doch wieder alle Herzen im Sturm erobert hat 🙂  Ostern setzen wir uns wieder zusammen, um den Bedarf zu überprüfen, wenn der KiGa vorher merkt, dass Junior “ pflegeleichter “ ist, geben sie von sich aus Bescheid, muss ja niemand die Stunden absitzen, nur, weil sie genehmigt sind 😉

Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie erleichtert wir sind, dass das Thema nun endlich vom Tisch ist, am 22.08. gehts los und Junior wird ein Grashüpfer sein ❤ ….. mal sehen, ob wie einen passenden Rucksack finden….. die Brotbox ist seit gestern da 😉 also zwei, eine für morgens und eine für nachmittags 🙂

Brotbox

Und jetzt noch ein paar Bilder von heute auf der Hüpfburg, beim Jubiläum der Ergo / Logo Praxis 🙂

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Entwicklung, KiTa

TaMu Feedback

gab es heute 🙂

wollten wir ja eigentlich schon im März machen, aber da war Urlaub und auch sonst sind unsere Wochen ja gut gefüllt, so dass für ein in Ruhe Gespräch fast nur der Freitag bleibt…. oder ein Tag, an dem ein Termin ausfällt, so wie heute….. die Logo ist krank und Junior war ab 16:00 Uhr allein bei der TaMu, also direkt genutzt!

Gleich am Anfang mal der TaMu gezeigt, wie toll Junior aufräumen kann….. er hatte nur noch eine Socke und einen Schuh an, der andere lag unter dem Tisch 😉 – na und als die TaMu dann selber unter den Tisch krabbeln wollte, habe ich sie zurück gehalten und Junior geschickt….. na da hat sie gestaunt 🙂

Dann erzählte sie, dass sie so froh ist, Junior damals aufgenommen zu haben, sie bereut es noch immer nicht, Junior hat sich toll in die Gruppe eingefügt, sitzt längst nicht mehr abseits, sondern ist mitten drin und hat oft ziemlich viel Grütze im Kopf….. er hat 3 Spielkameraden, aus denen er sich je nach Spiel einen raus sucht, er spielt oft paralell und spiegelt dabei die anderen oder die TaMu, Rollenspiele mit den anderen Kids “ laufen “ aber noch nicht, aber mit den Puppen 🙂

Die TaMu hat für sich so ne Art “ Bewertung „, an der sie sich orientiert bei den Gesprächen, sie bringt Beispiele aus dem Alltag bei ihr und auch wenn ich diese “ Einsortierung “ nicht wirklich mag ( es gibt halt nie nur schwarz oder weiß 😉 ) , fand ich das Gespräch heute richtig gut…. Was ich echt toll fand, waren so Aussagen wie:  “ er hat seine eigene Kommunikation mit Gebärden und Wörten und damit kommuniziert er 2 Wort Sätze, ich kann ihn verstehen, besser als manch anderes Kind “ trotz Bogen schaut sie das Kind individuell an 🙂

Wir wissen ja auch so, dass die Sprache eine “ Baustelle “ ist und wer halt erst seit 3,5 Monaten frei läuft, springt und hüpft auch noch nicht….. aber sonst bin ich echt stolz über das, was ich heute zu hören bekommen habe ❤ sein Sozialverhalten ist sehr gut, wenn ein anderes Kind weint, unterbricht er sein Spiel und geht zu dem Kind, um es zu trösten ❤ – aber er kann auch bei der TaMu anders, dort fliegen wohl auch Teller und Gabeln, das hatten wir zu Hause noch nicht!

30 Monate 1 (2)

30 Monate 2 (2)

30 Monate 3 (2)

30 Monate 4 (2)

30 Monate 5 (2)

30 Monate 6 (2)

30 Monate war Junior am 02.02. diesen Jahres…… und natürlich wissen wir, dass Junior in seiner Entwicklung verzögert ist, das sehe ich hier eher als ein TaMu – Alltags – Feedback und es bestätigt einfach, dass Junior dort angekommen ist, sich wohl fühlt, sich einbringt und sich weiter entwickeln kann und darf ❤

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Entwicklung

Spaß im Alltag

– trotz Stress in selbigem und einer sehr hartnäckigen und nervigen Rüsselseuche bei der Mami – haben wir grad richtig viel…..

Es sind die vielen Kleinigkeiten, die uns stolz machen, Kleinigkeiten, die für andere Eltern wahrscheinlich gar nicht erwähnenswert sind, hier lösen sie innere Jubelstürme aus….. und gedanklich machen wir die Fortschritte an der Erhöhung der Schilddrüsenmedis fest…..

  • die Farben gelb und rot werden erkannt und gebärdet
  • viele neue Wörter sind hinzu gekommen, allerdings spricht er gesamt gerade weniger
  • er hat Straßenkreide entdeckt und “ malt “ damit
  • Bobbycar und Puky werden rasant gefahren und vorallem das Auf- und Absteigen funktioniert nun nicht mehr von hinten rutschend, sondern das Bein wird drüber geschwungen
  • er fährt mit den Autos auf dem Boden seine eigenen imaginären Straßen ab
  • er spricht mit und erzieht unser altes Zickchen, sie lässt sich das gefallen 😉
  • wenn er Hunger hat, sagt und gebärdet er das weiter, geht aber gleichzeitig in die Küche und stellt sich vor den Kühlschrank
  • er räumt seinen leeren Teller in die Küche ( über die verstreuten Krümel freut sich das Zickchen 😉 )
  • sein Trinken holt er vor dem Essen selber an den Tisch
  • er bringt uns nicht nur seine “ tut tut Autos “ , sondern nimmt unseren Zeigefinger und schiebt damit den Schalter um – er könnte es bestimmt allein, aber das lassen wir mal noch so laufen, da haben wir vermeintliches Mitsprecherecht, wieviele Autos angemacht werden 😉
  • gestern waren wir Brunchen, er saß gute 2 Stunden im Stuhl – hat gegessen, die Menschen beobachtet und in den Esspausen immer wieder seine Bücher angeschaut, der Renner sind hier noch immer die Wimmelsuchbücher, es ist erstaunlich, wieviele Begriffe er versteht und richtig zu ordnen / zeigen kann….. und wenn wir ihn dann loben, kommt ein “ suppa “ von ihm ❤
  • er “ schleicht “ sich an und kitzelt uns, lacht sich allerdings vorher schon schlapp 🙂
  • es gibt heftige Trotzanfälle, wenn es nicht nach seinem Kopf geht ( ein wichtiger Entwicklungsschritt, auch wenn er uns Nerven kostet )
  • er fängt bewusst das “ Schreien “ an, um auf sich und seine Wünsche aufmerksam zu machen, wird er ignoriert, hört er ganz schnell wieder damit auf, kommt lachend auf einen zu und versucht über Gebärden und Worte an sein Ziel zu kommen 😉

 

Junior hat ja zumindest eine verzögerte Schmerzwahrnehmung, auch sonst braucht es eher deutliche Reize, um eine Reaktion zu bekommen, viele Kinder mit DS haben eine gestörte Wahrnehmung und viele Kinder mit DS werden recht spät erst Windelfrei….. das ist ja eh so ein Thema für sich, fast eine Philosophie und auch hier sollte jede Familie ihren eigenen Weg finden….. Wir sind uns einig, keinen Druck auszuüben, der Wunschkindergarten hat ne Wickelecke – also alles easy….. Allerdings haben wir auch gesagt, dass wir jetzt anfangen, ihn einfach immer mal wieder auf den Topf zu setzen, der Sommer eignet sich dafür ja gut, wenn was verrutscht, ist der Aufwand nicht ganz so groß…. das einfache Töpfchen aus dem Drogeriemarkt verweigert er….. in einem Forum hat eine andere Mama den Tip gegeben und so haben wir nun auch diesen Topf hier im Bad stehen….. und was soll ich lange drumherum schreiben, seit einer Woche verbindet Junior das Sitzen darauf mit dem Pipi machen und seit einer Woche macht er abends sein Pipi vor dem Duschen in sein Töpfchen ❤ …… tja und wieder hat er uns sprachlos gemacht ❤ – einfach so klappt das, wir werden das jetzt ausbauen und auch morgens die Zeit dafür einplanen….. er sitzt aber auch echt gut da drauf!

04-2016.1

 

seit einiger Zeit zeigt Junior reges Interesse am Kochen und auch Schnippeln und Machen….. er kommt in die Küche hinterher und möchte immer “ hoch “ – um genau zu sehen, was da so vor sich geht….. Nun haben wir nicht die größte Küche und zugegeben auch recht wenig freie Fläche, so dass nun endlich mal der Lern Tower zusammen geschraubt werden musste, damit ich weiter die Hände frei habe, Junior sicher stehen kann, denn dann kann er beim Schneiden helfen und ganz stolz in die Töpfe oder den TM schauen….. das Schneiden übt er im Übrigen bei der TaMu, diese kocht täglich frisch und die Kids dürfen am Tisch sitzend weiche Dinge mit einem Plastikmesser schneiden und das macht er schon richtig gut ❤ – ich freue mich auf die Plätzchen Back Saison, ich glaube in diesem Jahr werden wir sehr viel Spaß gemeinsam dabei haben 🙂

04-2016.2

 

und so sieht ein glücklicher, satter und müder Spielplatzräuber aus, der die Autofahrt nutzt für sein Powernapping, denn kaum geht die Haustür auf, ist auch Junior wieder voll da 🙂 man beachte den Rest Brötchen unter seinem Kinn 😉

04-2016

 

ich habe bestimmt einiges vergessen, es ist einfach viel Neues grad, uns geht das schon fast zu schnell, und auch bei Junior merken wir, dass er zu schaffen hat, er träumt viel, ist wieder viel wach nachts, kommt abends schlecht zur Ruhe und morgens nur langsam aus den Federn….. und dennoch hat er so eine Lebensfreude, die fast jeden mitreißt…..

habt eine stressfreie und angenehme Woche da draussen 🙂

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Entwicklung

PEp – der Bericht

kam die Woche per Post und ich muss ehrlicher Weise sagen, dass uns die Ausführlichkeit und die “ Aufmachung “ mit klaren Zielen und Methoden doch sehr angenehm überrascht hat, das hätten wir Beide so nicht erwartet…..

Die ersten Dinge sind bereits in der Umsetzung, ich werde berichten…. und da mich doch viele Nachfragen zur pEP erreicht haben, hier nun der Bericht, der auch den Ablauf nochmal gut darstellt…..

Ich brauche nicht zu erwähnen, dass wir stolz wie Bolle sind auf unseren Sohn ❤

pEP-1

pEP-2

pEP-3

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Diagnose, Entwicklung

Das Gespräch in der Krippe

Um es vorweg zu nehmen, wir haben Glück gehabt, dass wir den Platz “ trotz “ des DS bekommen haben – Junior ist das erste Kind mit Handicap dort, er ist in einer kleinen privaten Einrichtung, mit maximal 15 Kindern, verteilt auf 2 Gruppen mit 4 festen Erzieherinnen und einer Hilfe plus immer mal wieder PraktikantInnen, Schülern etc….. es gibt eine klare und recht feste Struktur, zwischen halb 8 und halb 9 kommen die Kids und bleiben alle in den unteren Räumen, halb 9 Frühstück jeweils in den Gruppen, halb 10 Stuhl- und Singkreis, danach Spielplatz ( alle gemeinsam ), halb 12 Mittag ( tgl. frisch und selbst gekocht ) danach gehts schlafen, 14 Uhr dann wieder aufstehen und Snacken, um 15 Uhr werden die ersten Kids abgeholt, die “ länger Kinder “ von oben gehen runter und warten spielend auf die Eltern. Die Zeit von 15-16 Uhr deckt fast immer die gleiche Erzieherin ab, die auch morgens mit auf dem Spielplatz ist…. Freitags gehts nicht auf den Spielplatz, sondern ins Altenstift am Ort und dort wird der Stuhlkreis zusammen mit den Bewohnern durchgeführt!

Jetzt im Sommer waren die Kids nur zum Schlafen getrennt, weil der tolle Garten und die große Terasse das eigentliche Spielzimmer war!

Junior ist in der oberen Gruppe, kennt aber natürlich die unteren Kids und Erzieherinnen ( eine ist neu, aber für alle Kids ) und um es wirklich deutlich zu sagen, Junior fühlt sich wohl, kommt mit allen Kindern gut klar, geht im Singkreis mit und ab…. er wird akzeptiert wie er ist, die großen Kids kümmern sich um ihn, passen auf ihn auf, aber er wird einfach zu sehr behütet, betätschelt und verwöhnt…… es bringt ihn nicht weiter, in einem Jahr gehts in den Kindergarten und da sollte er zumindest gut allein Essen und Trinken können, es bringt ihn auch nicht weiter, wenn er es zu Hause machen muss ( weil er es kann ) und in der Krippe nicht machen braucht!

Vor den Sommerferien gab es für uns einige Situationen, die wir als suboptimal bezeichnen, im Wesentlichen ging es darum, dass Junior nicht machen durfte, was er kann……. u.a. bekam er sein Brot gefüttert, er bekam seinen Becher gehalten, sie lobten ihn in den Klee und erzählten uns, dass er doch gar nicht so viele Unterschiede hat zu den anderen Kindern 😉 ……

Ich setzte mich nach dem einem Gespräch im April ein Wochenende hin und legte einen Ordner an, mit Infos zum DS und den darausfolgenden Herausforderungen im Alltag, mit ner kurzen Erklärung zur Schilddrüsenunterfunktion und dem Vitamin D Mangel, listete auf, was Junior allein kann, was er mit Unterstützung kann und was er nicht kann….. kopierte die Gebärden, die er praktizierte und schrieb noch dazu, wenn und welche “ Worte “ er dazu benutzt…….

Und dann warteten wir mal ab…. Ob Junior selber gegessen hat, merkten wir einfach an der Qualität der Bewegung, dass er nicht selber trank daran, dass er natürlich auch zu Hause versucht hat, sich da durch zu mogeln…… ebenso sprachen uns die Therapeuten darauf an….. es folgte noch ein Gespräch, in dem wir ein Pendelheft vereinbarten, wo kurz und prägnant drin steht, wie der Tag war, was geklappt hat und was nicht…… ging genau 2 Wochen richtig gut, dann gab es nur noch Infos, ob gegessen, ob Stuhlgang, ob geschlafen….. alle weiteren Versuche unsererseits, Junior doch bitte mehr in seiner Selbständigkeit zu fördern blieben erfolglos…… eine Integrationshilfe, die unterstützend helfen könnte, wurde kategorisch als nicht notwendig abgelehnt……

Dann kam vor den Ferien die OP, die Brille, viel Druck und Stress von Arbeit aus, so dass wir es laufen ließen, laufen lassen mussten, da irgendwie die Zeit, die Nerven und dadurch dann wohl auch die nötige Sachlichkeit gefehlt haben, auch, weil wir einfach Über Urlaubsreif waren…… Das Gespräch stand zeitnah nach den Ferien für uns auf dem Plan! In der Zeit vor den Ferien gab es Gespräche mit der Nachmittags Erzieherin – die haben sich einfach ergeben und dauerten auch nicht lange, sie bemühte sich sehr um Informationen, fragte uns nach den Gebärden, die Junior macht und sorgte dafür, dass er bei ihr “ machen musste “ es entsstand bei uns der Wunsch, dass Junior nach den Ferien fest in ihre Gruppe wechseln würde….. das wurde intern allerdings abgelehnt! Nachdem es kurz vor den Ferien noch zwei suboptimale Situationen mit der einen Erzieherin gab, stand für uns fest, dass wir einen Kompromiss finden müssen……

Mit der Terminierung des Gespräches begann das Bauchweh, selten haben wir uns so intensiv auf ein Gespräch vorbereitet, stattgefundene Gespräche noch mal Revue passieren lassen, im Netz geschaut, wie wir die Ikraft “ schmackhaft “ machen können…… suboptimale Situationen ( die nur Junior betrafen ) mal aufgeschrieben und, und, und……. Die Chefin weitete das von uns initierte Feedbackgespräch auf das ganze Team aus ( bis auf die neue Erzieherin ) und so saßen wir dann 1 Stunde und 12 Minuten zusammen…… es war emotional, aber nicht laut, drohte zweimal zu kippen, es war nicht einfach, den Fokus auf Junior liegen zu lassen und keine grundsätzlichen Diskussionen über Konzepte etc. zu führen….. bis klar war, dass wir nicht pauschal kritisieren wollen, sondern es darum geht, dass sich Junior entwickeln darf, das Unterstützung / Anleitung wichtig und gut ist, aber Übernahme nicht gut ist für ihn…… puh……

Wortwechsel Beispiel: wo seht Ihr denn Juniores gibt nicht viele Unterschiede zu den anderen Kindernwas sind denn die Dinge, die jetzt anstehen, die er lernen / können sollteja Laufen wäre gut, selber Essen und Trinken und sprechen tut er ja fast noch gar nicht ……. da musste ich mir das Lachen dann doch verkneifen 😉

Aber sie haben auch festgestellt, dass sich Junior in den 3 Wochen Urlaub enorm entwickelt hat ( ein Update kommt die Tage seperat ) …… das tat uns natürlich richtig gut……

Im Ergebnis kommt Junior jetzt fest nach unten in die Gruppe, Morgens und Nachmittags wird er jetzt zum selber Essen angehalten, Mittags beginnen sie, ihn an das Essen mit dem Löffel zu führen, und sie freuen sich dabei auf Unterstützung durch eine Ikraft 🙂 🙂 🙂 …… sie machen sich Gedanken, wobei sie die Ikraft unterstützen kann……

Wir stellen paralell einen formlosen Antrag auf eine Integrationshilfe, werden diesen dann individuell begründen, warten auf die Einladung zur Begutachtung beim Amtsarzt und sind dann mal gespannt, wieviele Wochenstunden Junior zugesprochen / bewilligt bekommt. Wenn das alles durch ist, kommt die schwierige Suche nach einer IKraft, optimal wäre, wenn sie im nächsten Jahr mit in den KiGa wechseln kann, dann hat Junior ne feste Bezugsperson für die nächsten 4 Jahre…… der Wunsch KiGa nimmt Junior im Übrigen nur mit Ikraft, die freuen sich auf den Input von aussen und auf die Unterstützung!

Das Gespräch war richtig gut, mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden, wenn die Umsetzung jetzt noch gut klappt, dann wird Junior ein tolles Krippenjahr haben und sicher ganz viel Neues lernen 🙂 Wir für uns haben jetzt “ beschlossen „, keine grundlegenden Gespräche in der Krippe mehr so nebenbei laufen zu lassen, wir werden, wenn etwas ansteht, Termine ausmachen….

So jetzt gehen wir auf einen Flohmarkt und heute abend kommt unsere Babysitter Perle und wir haben Paar Zeit 🙂 – Euch allen einen harmonischen Sonntag und einen stressfreien Wochenbeginn!

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Entwicklung

OP Tag

heute morgen war es dann “ endlich “ soweit, um 07:00 Uhr waren wir an der Leitstelle “ ambulante OP “ in der Uniklinik der Nachbarstadt……. Junior kam als Erster in den HNO OP und war echt gut drauf….. wir Mamas nach einer schlaflosen Nacht völlig “ überdreht “ und unter Hochspannung….. Junior wurde vorbereitet, bekam seinen Schlafzaubertrank und verdrehte recht schnell die Augen und rockte den OP 😉

OP-1 OP-2

Der Zugang wurde erst gelegt, nachdem Junior mit Hilfe einer Masken Narkose in den Schlaf gefunden hatte….. nach doch recht langen 75 Minuten durfte eine von uns zu ihm in den Aufwachraum, er schlief noch fest und so durften wir beim Wachwerden dabei sein, was für alle gut war 😉

OP ist gut gelaufen, Polypen raus, je einen Schnitt im Trommelfell nach der Säuberung der Gehörgänge, aber keine Röhrchen nötig…….

Dann ging die Suche nach der Station los, auf welcher wir angemeldet waren, es stand leider nicht in den Papieren wo und so kamen wir dann erst nochmal in einen anderen Aufwachraum, besser gesagt in eine kleine Kammer, mit einem Drachen von zuständiger junger Schwester, die sich nach folgendem Wortwechsel nicht mehr blicken ließ:

  • Kann es sein, dass unser Sohn Schmerzen hat? – Junior weinte und schmiss seinen Kopf von links nach rechts, ließ sich nicht beruhigen
  • woraus schließen Sie denn das?
  • erklärt, warum wir der Meinung sind
  • das kann vom Dormicum° kommen ( der Schlafzaubertrunk ) – fünfmal wiederholt
  • ich weiß, dass Dormicum° paradox nachwirken kann, denke aber, dass unser Sohn Schmerzen hat
  • woher wissen Sie das, wie reagiert er denn sonst auf das Dormicum° ?
  • er hatte noch nie Dormicum°
  • ja wieso denken Sie denn, dass er Schmerzen hat, hat er Aua gesagt?
  • nein, das kann unser Sohn noch nicht äußern – grummel
  • na dann wird es am Dormicum° liegen
  • ich möchte, dass er ein Schmerzmittel bekommt
  • das muss ein Doc entscheiden
  • dann kümmern Sie sich bitte darum, dass schnellstmöglich ein Doc hier auftaucht und nach Junior schaut – sehr deutlich 😉
  • nach 10 Minuten war die Doc da, er bekam sein Nurofen° und alles war gut, wir hatten unseren schmusigen, müden und kaputten Junior wieder, der ganz ruhig auf unserem Arm lag und das Singen genossen hat

Das geht mir echt an die Berufs – Ehre, diese Distanzlosigkeit und Nichtakzeptanz der elterlichen Meinung, Beruf verfehlt, 6 setzen! Wurden dann von einer anderen Schwester “ betreut “ ( die kam dann zum Nadel raus machen und hat Junior ein Einback gebracht ) sonst waren wir komplett unter uns 😛 – die hat uns dann gleich mal geduzt, war aber bestimmt erst Anfang 20 …… so ändern sich die Zeiten 😉

Eine Anästhesisten kam dann noch mal, um die Übernachtung abzuklären, und die gab dann grünes Licht, so dass wir bereits gegen 14:00 wieder zu Hause waren…… wir sind ihr wirklich dankbar, sie hat individuell entschieden und sich weder vom DS noch von den Atemaussetzern blenden lassen ( Junior hatte nach OP ne Sauerstoffsättigung von 100% bei normaler Atmung ) 🙂 Zu Hause angekommen hat Junior erst mal 2 Stunden geschlafen und dann die Bude gerockt, gut gegessen, gut getrunken, kein Schmerzmittel mehr gebraucht, machte um 21:00 Uhr die Gebärde für “ Zähne putzen “ – das verknüpft er abends mit dem Schlafen gehen – und schläft seit 20 nach neun 🙂

OP-4 OP-3

Endlich können wir das Thema abhaken, am Donnerstag geht’s zur Kontrolle zum Haus HNO und bis einschließlich Montag darf er nicht in die Krippe, die Krankmeldung auf das Kind gab es gleich von der Klinik mit….. ist nicht das Problem, wird uns nicht schaden, nach dem ganzen Trappel der letzten Wochen!

Heute Nachmittag musste ich dann schon ins Babyphone rein kriechen, um ihn atmen zu hören, er schnarcht nicht mehr so laut, im Moment schnarchelt er ein ganz klein bissel, das ist echt Hammer, wie sich das bemerkbar macht und im Aufwachraum direkt, hatte ich Tränen in den Augen, Junior seine Nasenflügel bewegten sich mit der Atmung, er hat direkt nach OP wieder durch die Nase geatmet, das gab es schon ewig nicht…… mal sehen, wie es wird, wenn alles abgeschwollen ist!

So jetzt geht’s mit Volldampf auf den zweiten Burzeltag, die ersten Geschenke haben den Weg schon gefunden, es ist toll durch das DS neue liebe Menschen kennen gelernt zu haben ❤

 

2 Kommentare

Eingeordnet unter Diagnose, Entwicklung, Krankenhaus

Freitag, 4 Tage vor OP

….. ruft heute Nachmittag der Optiker an, Junior seine Brille ist fertig, zum Anpassen aber bissel Zeit mitbringen, die Sportbügel müssen angepasst werden….. also mal wieder alles umgeschmissen und ab zum Optiker, je früher Junior die Brille auf der Nase hat, um so eher akzeptiert er sie und da er nächste Woche ja nicht in die Krippe geht, ist es ein guter Zeitpunkt 🙂

Das Anpassen und rumfummeln im Gesicht hat er wieder gut gemeistert und weil er so geduldig war, gab es einen Keks für Junior…. Ihr wisst schon, “ Keks essen “ seine erste 2 Wort Satzgebärde….. ❤ er hat gestrahlt, wie ein König ❤

1.Brille

bis wir zu Hause waren, hat er sie toll aufgelassen, dann jedoch flog sie im hohen Bogen…. aber wer Mittags nicht schläft, wird halt irgendwann bockig 😉 – wir lassen das jetzt langsam angehen und dann klappt das auch….. ich werde meine nun “ einfach “ auch zu Hause auf der Nase behalten….. meine fliegt nämlich auch als Erstes zu Hause von der Nase auf den Schrank….. es wird meinen Augen nicht schaden 😛

 

Gestern stand die Blutabnahme für die OP auf dem Plan…… es war furchtbar, ich stehe ja auf dem Standpunkt, was muss, das muss…… aber gestern habe ich soooooo gelitten, ich hätte es am Liebsten abgebrochen, ich habe mit Junior geheult, ein Krampf für alle Beteiligten 😦 – fast ne Stunde hat sie gestochert, Hand, Arm, Fuß, Kopf und schlussendlich wieder Ellenbeuge…… ich war noch nie so froh, wieder aus einer Praxis raus zu sein….. ich hoffe, dass es im Laufe der Zeit einfacher wird…… allerdings haben sich die Strapazen gelohnt, die Schilddrüsenwerte sind endlich wieder im Normbereich und die nächste Kontrolle liegt in weiter Ferne….. am Montag rufen wir in der Klinik an und erfahren die Uhrzeit für den Dienstag…… da geht es dann aber nach Alter, der / die Jüngste kommt zuerst dran, der / die Älteste zum Schluß – hoffen wir mal, dass nicht viele andere Kinder jünger sind als Junior 😉 und bitte keine Notfälle!

 

 

 

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Entwicklung