sensomotorische Einlagen

im April waren wir ja bei Frau Kamping in Hannover, sie ist Orthopädin, hat selber eine Tochter mit DS und hat die kassenärztliche Zulassung für die DS – Orthopädie Sprechstunde, sonst ist sie privatärztlich tätig. Ausserdem hat sie an den neuen Leitlinien Kinder und Jugendliche mit Down Syndrom mitgewirkt…. sie beschäftigt sich also schon lange und auch intensiv mit den Auswirkungen und Besonderheiten vom DS aus orthopädischer Sicht!

http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/027-051l_S2k_Down-Syndrom-Kinder-Jugendliche_2016-09.pdf

Frau Kamoing verschrieb Junior sensomotorische Einlagen, und ich war direkt vor Ostern noch im Sanihaus, um die Abdrücke machen zu lassen…. Nebenbei erfuhr ich dann dort, dass die Teile ca. 200 Öhre kosten und seit dem 01.04. keine Kassenleistung mehr sind…. Klasse, super Timing 😛

Unsere Krankenkasse schreibt dazu auf ihrer Homepage:

Unbenannt

Nach Rücksprache mit Frau Kamping haben wir dennoch den Kostenvoranschlag eingereicht und mit einer Ablehnung gerechnet, genauso kam es auch, ABER Frau Kamping selber hat den Widerspruch verfasst und innerhalb von 4 ! Tagen hatten wir die Kostenzusage im Briefkasten. Da Junior seine Füße aber einen Wachstumssprung gemacht haben ( Gr. 26 ) mussten erst neue Abdrücke gemacht werden und so hatten wir dann pünktlich zum Burzeltag die neuen Einlagen in der Hand. Ganz schön hügelig :-O

Die passen jetzt in die 26 und dann auch noch in die nächste Schuhgröße…. Als Schuhe eignen sich gut die Superfit° zum Schnüren, da kann ich die Sohlen raus nehmen und die Einlagen rein machen, so dass die Proportionen nicht so weit auseinander gehen….

Wir haben dann im Urlaub mit der Gewöhnung an die Einlagen begonnen, die Tragezeit täglich verlängert und mehrfach die Füße auf Druckstellen untersucht…. Ziel der Einlagen, ist eine verbesserte Stabilität, mehr Aufrichtung, Ausgleich der Knick und anderes Füße und neue Wahrnehmungsimpulse…..

Tja und was soll ich schreiben, es ist echt überwältigend, welche Veränderungen sicht- und spürbar sind…. Solange Junior die Einlagen Schuhe trägt, knirscht er nicht mehr mit den Zähnen, er läuft wesentlich stabiler und aufrechter und selbst, wenn er “ nur “ sitzt, ist eine andere Körperspannung deutlich erkennbar!

Es ist wirklich schade, dass es keinen vermeintlichen Zusatznutzen gibt, wir können ihn für Junior deutlich erkennen, ganz nebenbei ist er auch viel kommunikativer, inwieweit das jetzt mit den Einlagen zusammen hängt, weiß ich nicht, aber es fällt auch anderen Menschen im Umfeld auf 🙂

Das Problem bei den Hilfsmitteln ist leider oftmals, dass der sogenannte Zusatznutzen schwer meßbar ist ( bei nem Blutdrucksenker ist es objektiv messbar, entweder geht der Blutdruck runter oder halt nicht ) Junior hingegen kann uns nicht kommunizieren, wie er sich beim Laufen nun fühlt, es sind allein unsere Beobachtungen! Hinzu kommt, dass viele Docs Hilfsmittel verordnen und diese dann leider im Keller oder in den Schränken verbleiben…. das nutzt dann natürlich niemandem und ist auch nicht wirtschaftlich für die KK….

Ich muss mir jetzt bis Montag eine Lösung für den Kindergarten überlegen, die Einlagen nutzen dem Junior am Meisten, wenn er sie trägt, optimal wäre noch ein 2. Paar, dann hätten wir Straßen- und Hausschuhe …. ob stetiges Wechseln der Einlagen in andere Schuhe den Einlagen gut tun? Keine Ahnung, muss ich mich mal schlau machen.

 

 

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