Sprache

ist ein wichtiges Thema, ich möchte aber eher den Begriff Kommunikation nutzen, die ist eben um ein vielfaches komplexer und beinhaltet halt nicht nur das gesprochene oder geschriebene Wort!

“ Kinder mit DS weisen spezifische Beeinträchtigungen des Spracherwerbs und der sprachlichen Fähigkeiten auf, die eine differenzierte Therapie erfordern “ ( Prof. em. Dr. Etta Wilken )

Dass Kommunikation wichtig ist, ist wohl jedem klar, und es ist auch allgemein bekannt, dass gerade Kinder einen hohen Frust bis hin zur Aggression entwickeln können, wenn sie sich nicht verständlich machen können ( aus welchen Gründen auch immer )

Medizinische Aspekte spielen insofern eine Rolle, als das bei Auffälligkeiten das Hörvermögen durch einen HNO Arzt überprüft werden sollte ( das subjektive Gefühl der Eltern, trügt oft ) ebenso sollte ein Hörtest wiederholt werden, wenn ein Kind verhältnismäßig oft eine Mittelohrentzündung oder Paukenergüsse hat! Gerade die Ergüsse führen dazu, dass die Kinder wie durch Watte hören und so einfach nur schlecht sprechen lernen können, sie kennen die Worte nicht anders!

Beim DS haben 70% der Kinder Probleme mit dem Hören, hauptsächlich aufgrund der syndromspezifischen Anatomie, sämtliche Gänge in und um die Nase und Ohren sind kleiner und enger, die Belüftung ist nicht immer gewährleistet und Bakterien und anderer unerwünschter Kram kann sich besser ansiedeln!

Hinzu kommen typische Schwierigkeiten: motorische und funktionelle Beeinträchtigungen von Zunge und Lippen, Veränderungen am Gaumen, der Kiefer und Zähne und die allgemeine Hypotonie, die natürlich auch die orofaziale Muskulatur betrifft…….

Junior hatte als Baby ja enorme Probleme mit dem Schlucken, und auch wenn er recht schnell vom Familientisch mit gegessen hat, wirklich kauen konnte er lange nicht, er hat die Nahrung im Mund zerdrückt oder stückig geschluckt 😉

Und so waren wir sehr gespannt, wie sich das mit dem Sprechen entwickeln würde, parallel gebärden wir seit ca. 7 Monaten sehr konsequent und brauchten viel Geduld, aber jetzt scheint es klick gemacht zu haben, Junior kann sich in seinen Grundbedürfnissen mitteilen und versteht es auch im Alltag – gestern lag ein Brot in einer Tüte neben seinem Kindersitz, das Brot selber war nicht erkennbar und er zeigt drauf und macht die Gebärde für Essen, oder ich trinke aus einer Wasserflasche und er gebärdet Trinken……..

Das ist ein riesen Entwicklungsschritt, der uns im Alltag weiter entlasten wird – das wir mega stolz auf unseren Schatz sind, brauche ich sicher nicht zu erwähnen 😉

Hier ganz praktisch die Gebärde “ Essen „…… inkl. der schon wirklich tollen Lautgebung in Form von “ Ette “ mit ein bissel Phantasie auch “ Esse “ 🙂

https://www.dropbox.com/s/ohv2jqztzuwx5ca/20150505_163624.mp4?dl=0

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