unser kleiner “ Buddha „

haben wir ihn oft liebevoll genannt, als er angefangen hat zu sitzen, habe mal zwei alte Bilder rausgesucht, auf denen es gut zu sehen ist!

 

Buddha Buddha-1

 

Am Anfang seiner Sitzversuche hat er immer die Beine “ aufgeklappt “ wie bei einem Buch und seine Hände lagen auf den Knien / Oberschenkeln……

Nahm er die Hände hoch oder weg, kam er ins Wackeln und hatte so seine Probleme sitzen zu bleiben, also konnte er nur sitzen und nix mit den Händen spielen im freien Sitzen….. mit ein bissel was im Rücken war eine Hand frei…… hier bei uns hat das Wissen nun keine Konsequenz mehr, da Junior krabbelt wie ein Weltmeister, aber wenn wir es gewusst hätten, hätten wir ihn unterstützen können und ihm ein wenig externe Stabilität bieten können, dann hätte er früher mit den Händen spielen können 😉

Uns ist eigentlich erst jetzt so richtig bewusst geworden, warum er das so gemacht hat – bzw. warum fast alle Kinder mit DS das so machen – aufgrund ihrer Hypotonie fehlt ihnen einfach die Stabilität im Rumpf, um gut und mit einem sicheren Gefühl sitzen zu können, die aufgeklappten Beine vergrößern die Sitzfläche und die Arme sind abgestützt, um zum einen mit zu stabilisieren und zum Anderen sind sie einfach zu kurz, um auf den Boden / Untergrund zu kommen.

 

Eine zweite “ Entdeckung “ ( ursächlich auch zusammenhängend mit dem Familienseminar – neue Impulse / andere Betrachtungsweisen / hinterfragen einzelner Beobachtungen ) – leider habe ich da gar kein Bild, aber jedeR kennt die alte Dame, die ihren Tee trinkt und dabei den kleinen Finger abspreizt ?!

Das hat Junior auch gemacht, nicht beim Trinken, sondern beim Spielen, einfach so im Alltag und auch da haben wir geschmunzelt und was von vornehm “ gebabbelt “ – da wussten wir es aber einfach nicht besser, haben es aber auch gedanklich überhaupt nicht auf das DS bezogen, ABER: bei Menschen mit DS ist die Anatomie ja ein wenig verschoben, so auch an den Händen, die Daumen sind “ tiefer gelegt “ und somit ist die ganze Hand im Ungleichgewicht. Der kleine Finger wird abgespreizt, um ein Gleichgewicht der Hände herzustellen :-O …….. was in dem jungen Alter noch sehr niedlich aussieht, kann – wenn nicht darauf geachtet wird – mal richtig Probleme bereiten…. Nehmt mal einen Stift in die Hand, spreizt den kleinen Finger ab und mal oder schreibt etwas….. der kleine Finger ist absolut notwendig, um einen Stift / Pinsel etc. ruhig führen zu können! Wenn wir jetzt da im Alltag drauf achten, dass Junior mit allen Fingern greift / die Gabel, den Löffel umschließt, sollte es “ normal “ für ihn werden, so zumindest unser Ziel!

Das sind jetzt zwei Beispiele, von Dingen, die DS spezifisch sind, auf die uns aber keineR aufmerksam gemacht hat……. kein Doc, keine KG, keine Logo, keine FF…….. und es sind zwei Beispiele, auf die es sich zu achten lohnt und die so einfach im Alltag umsetzbar sind und so eine große Auswirkung auf die weitere Entwicklung haben, dass wir uns einfach drüber freuen, es nun zu wissen 🙂

Ein Beispiel gibt’s da noch, aber soweit ist Junior noch nicht und das ist sehr DS spezifisch, aber auch mit riesen Auswirkungen auf seine kognitive Entwicklung….. ich werde das aufgreifen, sobald Junior anfängt, dies in seinem Spiel einzusetzen……

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