“ in den ersten Jahren „

ist ein Seminar der Lebenshilfe für Eltern mit Kindern mit DS, und genau daran haben wir in der letzten Woche teilgenommen!

Um es gleich auf den Punkt zu bringen, es war toll, wir haben viele liebe Menschen und Kinder kennen gelernt, hatten einen tollen Austausch, haben viele neue Informationen und Anreize bekommen, kurz, wir bereuen es nicht, Urlaub dafür genommen zu haben 🙂

http://www.lebenshilfe.de/de/fortbildung/veranstaltungen/In-den-ersten-Jahren-Kopie.php

Programm  in den ersten Jahren 001

Wir sind am Donnerstag sehr gespannt nach Marburg gefahren, neugierig, was uns erwartet, neugierig auf die anderen Familien mit ihren kleinen Kindern, gespannt, wie die Kinderbetreuung organisiert ist….. unser erstes Familienseminar, der Hauptgrund unserer Anmeldung war die Information, dass Frau Prof. Dr. Etta Wilken http://de.wikipedia.org/wiki/Etta_Wilken das von ihr entwickelte Konzept der GuK http://de.wikipedia.org/wiki/Geb%C3%A4rden-unterst%C3%BCtzte_Kommunikation  vorstellt…… und natürlich haben wir auf einen regen Erfahrungsaustausch mit den anderen Eltern gehofft.

Die erste große Überraschung für uns war die Kinderbetreuung ( durch Mitglieder von http://www.fib-ev-marburg.de/ ) , es waren insgesamt 21 Kinder, davon 7 größere Geschwister Kinder ohne DS und der Betreuungsschlüssel lag bei 2:1 ( bei Geschwistern 3:1 ) – d.h. Junior hatte seine feste Bezugsperson und mit ihm noch ein Mädchen, die unwesentlich jünger war….. es stand Obst und Joghurt, Tee und Wasser bereit….. ein großer Raum war in Matratzenlager, Bällebad, Bausteinecke ect. aufgeteilt….. für jedes Kind gab es eine namentlich beschriftete Box für die Sachen, es gab zwei zusätzliche Schlafräume….. es lagen Manduca und Tragetücher bereit – wir hatten natürlich auch den Wagen dabei – im Vorfeld haben wir einen Bogen ausgefüllt, ob und in welcher Intensität durch das DS Hilfe notwendig ist, was Junior essen und trinken darf etc…… und es hat super geklappt, Junior hatte keine Berührungsängste,wurde nicht einmal gebracht, weil er geweint hat und er hat sogar geschlafen 😛 – aber auch allgemein war es toll zu sehen, wie die Kinder betreut wurden, die Räumlichkeiten lagen alle eng beieinander, sobald ein Kind geweint hat, wurden die Kinder zu den Eltern ins Seminar gebracht, aber das war echt ganz selten 🙂

Die zweite Überraschung für uns war, dass Prof. Dr. Etta Wilken nicht nur ein Gastreferat gehalten hat, sondern das Seminar geleitet hat, ihre Erfahrung ist Gold wert, wir haben so viele neue Anreize bekommen, durften so viel aus ihren Erfahrungen hören, es war spannend, interessant und super kurzweilig!

Zwischendrin und abends gab es immer die Gespräche mit den anderen Eltern, inkl. Gesprächsrunden, z.Bsp. der Eltern, die das erste Kind mit DS bekommen haben, für die Väter, die Eltern mit Geschwisterkindern und, und, und……. Wir haben Zeit und Möglichkeit gehabt, uns über die verschiedensten Therapie Angebote auszutauschen und auch das war toll…… Ich bin mir nicht sicher, ob das da draussen nachvollziehbar ist, es hat sehr gut getan, auch mal über die eigenen Emotionen, Ängste und auch Gehörtes und Erlebtes zu sprechen und sich so verstanden zu fühlen, weil alle diese Situationen kennen, mindestens Ähnliches erlebt haben!

Sätze wie: “ das muss doch heute nicht mehr sein “ haben fast alle schon gehört. Bei uns kam ein Satz wieder hoch, den wir wohl aus tiefer Verletztheit ganz weit weg geschoben haben……. “ DS ist der Porsche unter den Behinderungen “ Junior war damals 3-4 Monate alt und ich habe nur mit Mühe meine Tränen zurück halten können, habe geschwiegen und mir meine Verletztheit nicht anmerken lassen……. aber allein, dass mir die Situation noch immer so präsent ist, zeigt mir, dass mich dieser Satz sehr getroffen hat. Heute würde ich anders reagieren, keineR dürfte sowas unkommentiert zu uns sagen, insbesondere nicht, wenn diese Person keinerlei Erfahrungen mit behinderten Kindern hat!

Was mir / uns sehr gut getan hat, war die Erkenntnis, dass auch die anderen Eltern noch immer mal wieder Tränen in die Augen bekommen, wenn sie ihr Kind anschauen……. es ist ok.!

Von unseren zukünftigen Erfahrungen mit der GuK werde ich hier berichten, wir sind hoch motiviert und natürlich sehr gespannt, wie Junior mitmachen wird!

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Diagnose, Familie

2 Antworten zu ““ in den ersten Jahren „

  1. Sandra

    Hallo ihr Lieben!
    Mit großem Interesse habe ich eure Zeilen gelesen! Das Seminar scheint wirklich eine große Bereicherung f euch Alle gewesen zu sein! Freue mich von euren Erfahrungen erzählt zu bekommen u lesen zu können! Lg von uns drei Blümchen

  2. Toll! Und dieser Rückhalt aus den eigenen Reihen ist, glaube ich, enorm wichtig und wohltuend!

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